Energiesparen > Optimierung mit OPTIMUS

Die Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen ist das eigentliche Thema des OPTIMUS-Projektes. Sie ist gerade deshalb von besonderer Bedeutung, da 92% der Wohn- und Nutzflächen in Deutschland vor 1995 (Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung) gebaut wurden. Diese Gebäude verbrauchen 97% der für Gebäudeheizung aufgewendeten Energie!


Energieverbrauch im Gebäudebestand

Eine intensive Beschäftigung mit dem Gebäudebestand ist also unerlässlich.

Was getan werden sollte

Die Optimierung der vorhandenen Anlagen hat insbesondere zum Ziel, Überangebote von Wärmeenergie zu vermeiden und die produzierte Energie optimal den einzelnen Heizflächen zuzuführen. Dazu ist es notwendig, die Temperaturniveaus des Heizwassers den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen, sowie einen hydraulischen Abgleich fachgerecht durchzuführen.

Diese Berechnungen und Einstellungen verursachen nur geringe Kosten. Das besondere daran ist die Betrachtung der Anlagentechnik als Gesamtsystem. Hier geht es nicht darum, einzelne Komponenten zu verbessern, sondern deren Zusammenspiel. Da dies - je nach Anlage - von vielen Faktoren abhängig sein kann, wird die zeit- und kostensparende Umsetzung durch den Einsatz von Softwarelösungen unterstützt.

Warum optimiert werden sollte

Notwendig sind diese Maßnahmen, da ein Großteil der hierzulande installierten Anlagen, frei nach dem Motto "sicher ist sicher", bereits "zu groß" geplant und gebaut wurden. Damit wird mehr Energie bereitgestellt, als gebraucht wird. Fachleute bezeichnen diesen Überschuss an Energie auch als "Verschwendungspotenzial der Anlagentechnik".


 

Besonders wichtig ist eine solche Optimierung im Rahmen von baulichen und energetischen Sanierungen (z.B. Fensteraustausch, Aussenwand- oder Dachdämmung). Leider wird die notwendige Anpassung der Anlagentechnik jedoch in den allermeisten Fällen vernachlässigt. Die erzielte Energieeinsparung fällt u.a. deshalb oftmals geringer aus als erwartet.

Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand: wenn durch verbesserte Dämmung weniger Energie in die Umwelt abgegeben wird, muss auch entsprechend weniger bereitgestellt werden. Da sich aber an der Größe der Heizkörper und Heizkessel nichts geändert hat, ist es nun notwendig, jene "Stellschrauben" zu betätigen, die variabel sind.

Auf die notwendige Durchführung solcher Optimierungsmaßnahmen weisen aber auch bestimmte Symptome hin, wie:

  • Strömungsgeräusche (Rauschen, Pfeifen, o.ä.) in den Leitungen.
  • Unterschiedlich starke oder schnelle Erwärmung einzelner Heizkörper.
  • Unstetes Heizverhalten. Z.B. werden Heizkörper mal heiss, dann wieder kalt.

Was Sie tun können

Noch befinden wir uns im Versuchsstadium. D.h. wir versuchen herauszufinden, welche Resultate sich in der Praxis unter welchen Bedingungen tatsächlich erzielen lassen, in welchen Fällen sich eine solche Optimierung finanziell und ökologisch "lohnt", wie der Aufwand für die Erhebung des IST-Zustands auf ein Minimum reduziert werden können, etc..

Dennoch beraten wir Sie im Rahmen des OPTIMUS-Projektes gerne individuell und stellen die entsprechenden Kontakte zu den beteiligten Handwerkern her.

Allerdings muss dieser Service zunächst auf die Räume Hannover, Braunschweig, Wolfenbüttel, Bremen und Wilhelmshaven beschränkt bleiben. Trifft dies für Ihr Haus zu, senden Sie uns bitte mit diesem Formular Ihre Anfrage.