Energiesparen > Nutzerverhalten

Das Nutzerverhalten hat tatsächlich einen enormen Einfluss auf den Verbrauch von Heizenergie. Zugleich können Sie mit richtigem Heizen und Lüften das Wohnklima und die Wohnqualität erheblich steigern. Dazu genügt es schon, einige wenige Punkte zu beachten:

Wie, wo und wann lüften?

Ziel und Zweck des Lüftens ist der Austausch der Austausch verbrauchter Luft in den Wohnräumen. D.h. schlechte Gerüche und vor allem feuchte Luft werden nach draussen abgeführt. Am besten ist es, diese an seinem Entstehungsort "wegzulüften".

So können etwa in Küche und Bad kurzeitig sehr viel Feuchte entstehen, die Sie unmittelbar weglüften sollten. Öffnen Sie während oder nach dem Kochen, Duschen oder Baden ein Fenster oder schalten Sie die Lüftung ein.

Dagegen können Sie in den Wohnräumen nach "Nase" lüften. Befinden sich große Feuchtigkeitsquellen (viele Pflanzen, Aquarium, etc.) in diesen Räumen empfiehlt sich die Verwendung eines Hygrometers. 25-65% relative Luftfeuchte sind ideal.

Bleiben in den Schlafräumen nachts die Fenster geschlossen, sollten Sie nach dem Aufstehen kräftig stoßlüften. Im Winter genügen dafür 5-10 Minuten. Schlafen Sie bei gekipptem Fenster ist für genügen Luftaustausch gesorgt. Schließen Sie dieses Fenster tagsüber!

"Stoßlüften" bedeutet, die Fenster bei geschlossenen Thermostatventilen kurzzeitig ganz zu öffnen. Das hat den Vorteil, dass

  • durch den schnellen und dennoch umfassenden Luftaustausch die Wände nicht auskühlen;
  • die Thermostatventile nicht "öffnen" und mit voller Energie die Straße beheizt wird.

 


 

Richtig heizen!

Nutzen Sie die Thermostatventile richtig. Gute Thermostatventile halten die Temperatur sehr konstant auf dem eingestellten Wert. Verhindern Sie sowohl ein Überheizen, als auch ein zu starkes Auskühlen, indem Sie sich die besten Positionen für die verschiedenen Räume merken. Oder noch besser: Nutzen Sie ein Energiesparclip zur Begrenzung.

Bedenken Sie: 1° höhere Raumtemperatur entspricht 6% höherem Verbrauch!

Senken Sie die Temperatur nachts und wenn Sie die Wohnung für einige Stunden verlassen immer ab.

Vermeiden Sie jedoch ein zu starkes Auskühlen. Auch wenig genutzte Räume sollten wegen der Feuchtigkeit (Schimmelpilzgefahr) leicht temperiert werden.

 

Halten Sie die Heizkörper möglichst frei von Verkleidungen, Vorhängen, usw. Nur wenn die Raumluft frei am Heizkörper entlang strömen kann, erfolgt eine optimale Wärmeübertragung und damit effektive Nutzung der eingesetzten Energie.

Halten Sie Augen und Ohren offen, um Störungen frühzeitig zu erkennen. Viele Defekte und Störungen machen sich durch Geräuschentwicklung oder Leistungsveränderungen bemerkbar. Informieren Sie in diesen Fällen Ihren Heizungsfachmann oder Hauswart.