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Zur aussagekräftigen Analyse der Bestandsanlagen war es Ziel, einen repräsentativen Querschnitt der bundesdeutschen Gebäudestruktur zu akquirieren. Folgende Kriterien wurden dabei befolgt:

  • Die Untersuchung bezieht sich ausschliesslich auf Wohngebäude. Für Mehrfamilienhäuser gilt eine maximale Größe von 18 Wohneinheiten.
  • Die Objekte werden in 3 Altersklassen (1=vor 1977; 2=1978 - 1994; 3=1995 - heute) gruppiert.
  • Die Untersuchung umfasst Objekte mit Öl-, Gas- und Fernwärmeversorgung.
  • Ultra-Niedrigenergiehäuser, Dreiliterhäuser und Passivhäuser werden als nicht praktikabel angesehen, da sich in Deutschland nur sehr wenige derartige Objekte befinden, die zudem überwiegend in wissenschaftlich begleiteten Projekten geplant und gebaut wurden. Daher weisen diese eine sehr hohe, nicht-repräsentative Qualität auf.
  • Weiterhin wird auf die Untersuchung von Gebäuden mit Solartechnik zunächst verzichtet. Auch diese stellt immer noch einen Sonderfall dar. Weiterhin wäre die messtechnische Überwachung von Gebäuden mit Solartechnik mit einem ungleich höheren finanziellen Aufwand verbunden, der im Rahmen der gegebenen Projektmittel nicht finanzierbar wäre.
  • Der momentane Stand der Technik bringt es mit sich, dass Wandkessel sehr stark am Markt vertreten sind. Diese bringen allerdings das Problem mit sich, dass sie nur eingeschränkt mit einer elektronisch geregelten Pumpe zu betreiben sind.

 
  • Weiter wurden vereinzelt Gebäude akquiriert, welche bereits eine Sanierung der Außenhülle erhielten. Bei diesen Gebäuden wird in der Regel nach der Sanierung keine Verringerung der Heizleistung vorgenommen - die Folge sind zu hohe Energieverbräuche.
  • Ein Teil der Gebäude entstammen dem DBU Projekt "Feldmessungen für Brennwertkessel". Die in diesen Fällen bereits vorhandene Messtechnik kann nun im Optimus-Projekt weiter genutzt werden.

Eine Gesamtübersicht erhalten Sie hier.

Die Objekte wurden mit Wärmemengenzählern für die Trinkwarmwasserversorgung und für die Heizung ausgerüstet. Zusätzlich wurden Zähler installiert, die die aufgenommene elektrische Energie der Anlagentechnik messen.
Die eingebauten Wärme- und Stromzähler werden monatlich von den Eigentümern oder Beschäftigten der Wohnungsbaugesellschaften abgelesen. Die Daten werden an das TWW übermittelt und dort verarbeitet.